Wenn wir von Auflösung sprechen, meinen wir in der Regel die räumliche Auflösung. Entscheidend für die Nutzung von Satellelitendaten ist aber genauso auch die zeitliche Auflösung, also der Zeitabstand zwischen zwei Bildern desselben Ausschnitts.
Diese zeitliche Auflösung ist zum einen natürlich von der Aufnahmetechnik abhängig, also in welchem Abstand Bilder gemacht werden. Dies betrifft vor allem die geostationären Satelliten, die eine gewisse Zeit brauchen, bis sie die Erdkugel abgetastet haben (Der neueste METEOSAT sendet alle 15 Minuten ein neues Bild). Die erdumkreisenden Satelliten hingegen sind quasi ständig "auf Sendung", dafür erfassen sie einen bestimmten Bereich der Erdoberflächer aber auch nur in großen zeitlichen Abständen.


LANDSAT-Satellit

Die räumliche Auflösung ist definiert als die kleinste unterscheidbare Fläche, die erfasst werden kann. Das heisst: Hochauflösende Satelliten (wie z.B. moderne Spionagesatelliten) haben eine Auflösung von wenigen Zentimetern und können somit noch Gegenstände erfassen, die auch nur wenige Zentimeter groß sind. Währenddessen haben beispielsweise Wettersatelliten "nur" eine Auflösung von mehreren hundert Metern, was zwar für die Wolkenerkennung vollkommen ausreicht, Strukturen der Erdoberfläche aber nur grob erahnen lässt.
Hier einmal eine Auflistung verschiedener Satelliten und ihrer bestmöglichen Auflösung:

Name Funktion Auflösung
MSG (METEOSAT Second Generation) Wetter 1km
LANDSAT Erdüberwachung, komerziell 15m
SPOT Erdüberwachung, komerziell 2,5m
IKONOS Erdüberwachung 1m
KEYHOLE Spionage 5cm (geschätzt)

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